Gegenanzeigen

Wann kein Botox? Gegenanzeigen im Überblick

Nicht für jeden Menschen und nicht zu jedem Zeitpunkt ist eine Behandlung mit Botulinumtoxin geeignet. Die wichtigsten Gegenanzeigen sollten im Vorgespräch geklärt werden.

Kurz erklärt

Von einer Botox-Behandlung wird in Schwangerschaft und Stillzeit abgeraten, weil keine ausreichenden Daten zur Sicherheit vorliegen. Weitere Gegenanzeigen sind neuromuskuläre Erkrankungen wie Myasthenia gravis, Entzündungen im Behandlungsgebiet, eine bekannte Allergie gegen Bestandteile und die Einnahme bestimmter Medikamente wie Aminoglykosid-Antibiotika. Auch bei unrealistischen Erwartungen raten seriöse Ärzte ab.

Das Wichtigste in Kürze

  • Schwangerschaft und Stillzeit: abwarten
  • Neuromuskuläre Erkrankungen
  • Infektionen im Behandlungsgebiet
  • Wechselwirkungen mit Medikamenten prüfen

Schwangerschaft und Stillzeit

Für Schwangere und Stillende gibt es keine ausreichenden Studien. Ästhetische Behandlungen werden deshalb verschoben. Wer schwanger wird, kurz nachdem sie behandelt wurde, sollte das mit der Frauenärztin besprechen. Nach bisherigen Erfahrungen gilt eine versehentliche Behandlung in kleiner Dosis nicht als Grund zur Sorge.

Erkrankungen

  • Myasthenia gravis, Lambert-Eaton-Syndrom und andere Erkrankungen der Nerv-Muskel-Übertragung
  • Akute Entzündungen, Herpes oder Akne im Behandlungsgebiet
  • Bekannte Allergie gegen Botulinumtoxin oder Hilfsstoffe
  • Blutgerinnungsstörungen: erhöhtes Risiko für blaue Flecken

Medikamente

Bestimmte Antibiotika (Aminoglykoside), Muskelrelaxanzien und einige andere Mittel können die Wirkung verstärken. Blutverdünner erhöhen das Risiko für Hämatome. Geben Sie im Vorgespräch alle Medikamente an.

Psychologische Gründe

Seriöse Ärztinnen und Ärzte raten ab, wenn die Erwartungen unrealistisch sind oder eine starke Unzufriedenheit mit dem eigenen Aussehen besteht, die eine Behandlung nicht lösen kann. Allgemeine Risiken: Nebenwirkungen.

Häufige Fragen

Darf man in der Schwangerschaft Botox spritzen?

Ästhetische Behandlungen werden in Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen, weil Sicherheitsdaten fehlen.

Darf ich Botox nehmen, wenn ich Antibiotika einnehme?

Das hängt vom Wirkstoff ab. Einige Antibiotika verstärken die Wirkung, deshalb im Vorgespräch angeben.

Darf ich mit Erkältung zur Botox-Behandlung?

Bei Fieber oder Infekt besser verschieben, ebenso bei Entzündungen im Gesicht.

Quellen

  1. Fachinformationen der in Deutschland zugelassenen Botulinumtoxin-Präparate
  2. Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG)

Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Stand: November 2026. So arbeitet unsere Redaktion